Blütengehölze, Kletterpflanzen, Stauden und vieles mehr
Bei Rosen denkt jeder zunächst an die Blüte, sie sind ihre eigentliche Zierde. Das trifft auch auf eine Reihe anderer schöner Ziersträucher des Gartens zu, deshalb auch Blütensträucher genannt.
Sie blühen meist außerhalb der Rosenzeit und sind deshalb eine sinnvolle Ergänzung für einen schönen, lange farbfreudigen Blütengarten. Dazu gehören auch einige reichblühende Kletterpflanzen, wie Clematis und Blauregen.
Doch nur wenige dieser anderen Blütengehölze eignen sich zum Pflanzen in die direkte Nachbarschaft von Rosen. Denn entweder sind ihre Standortansprüche wesentlich anders und/oder könnte ihr ungebändigtes Wachstum den Rosen Schaden zufügen, oder sie werden sehr groß und ihr Schatten fällt auf’s Rosenbeet.
Spätestens ab Anfang Mai blühen die Rhododendron – sie ergänzen sich zu Rosen in der aufeinanderfolgenden Blütezeit fabelhaft. Während jedoch Rosen eher einen kalkhaltigen (basischen) Boden benötigen, mögen Rhododendron einen humussauren Standort. Sie zu benachbarn, verbietet sich daher. Doch so ist es möglich: die Rhododendron-Pflanzung auf der einen Seite des Gartens, dort wo länger lichter Schatten ist, und ihnen gegenüber in praller Sonne die Rosen – das sorgt für unaufhörlichen Blütenflor ab Mitte April bis Ende Oktober.
Nach diesen sechs Monaten ununterbrochener Blühperiode sollte unser Jahres Blütenhunger gestillt sein, dann sehen wir Menschen uns nach ruhigeren Gartenzeiten. Ruht der Garten im Winterschlaf, dann fallen uns die zierlichen Stauden umso mehr auf, z.B. die Glöckchen der Winterheide (Erica) und die filigranen Büschel der Zaubernuß (Hamamelis). Den Rosen gönnen wir diese Pause – zum Kräftesammeln für’s nächste Blütenjahr.